Die Pferdehaltung

Die Pferdehaltung

auf Burgsittensen

Die Pferdehaltung war von jeher ein wichtiger Bestandteil des Gutslebens auf Burgsittensen. Sie wurden als Reitpferde für die Jagd und als Zugtiere für Kutschen und Wagen benötigt. Besondere Verwendung fanden sie als kraftvolle Zugtiere zur Arbeitserledigung insbesondere im Ackerbau, im Moor und für Holztransporte.

Unter anderem wurde die Hansestadt Hamburg mit Holz und Torf beliefert. Mitte des 17. Jahrhunderts unterhielt Dietrich Schulte noch 26 bewaffnete Reiter, die in der Börde Sittensen zur Aufrechterhaltung der Ordnung eingesetzt waren.

Die Ausübung der Jagd war ausschließlich den Rittern erlaubt. Wer gegen die Anordnung verstieß, wurde hart bestraft und hatte seine Strafe im Kerker auf der Burg zu Kuhmühlen abzusitzen.

Noch 1937 wurden in dem Übergabeprotokoll der Klosterkammer Hannover an den Pächter Reinhard Saake als „lebendes Inventar“ die letzten Pferde auf Burgsittensen namentlich aufgeführt.