Die Familie Schulte von der Lühe

Die Familie

Schulte von der Lühe

stammten aus einem alten Rittergeschlecht aus dem Alten Land von der Horneburg.

Lange schon besaßen sie Güter in Kuhmühlen und Vierden in der Börde Sittensen, bevor Diederich Schulte, Burgmann zu Horneburg und einer der reichsten Männer zwischen Elbe und Weser, einen alten Meierhof an der „Alten Burg“ erwarb. Die Nachkommen waren Landräte und Präsidenten, Rittmeister, Kapitän, Leutnant und Major.

Das Gut auf Burgsittensen war zu allen Zeiten zehnt- und abgabenfrei. Stets waren sie Burgmänner zu Horneburg und Erbherren zur Esteburg und Burgsittensen.

Sie gehörten dem Stand des Landadels an und waren Gerichtsherren der hiesigen Vogtei, bestimmten die Besetzung des Pfarramtes im Kirchspiel Sittensen, stellten die Lehrer der hiesigen Dorfschulen ein, unterstützten den Bau der selbigen und sorgten für Ordnung und Recht.

Alle Generationen dieser Familien Schulte wurden von ausgewählten Hauslehrern unterrichtet. Die Jungen besuchten anschließend die Universität oder die Militärakademie. Die Mädchen wurden standesgemäß verheiratet.

Unter Caspar Detlev von Schulte, der noch während der napoleonischen Zeit von König Georg III. in den Adelsstand eines Barons gehoben wurde, entwickelte sich das Gut zu einem Mustergut.

C. D. v. Schulte war beruflich in Hannover tätig, lebte in seinem Stadthaus in der Georgstraße und in seiner Residenz Bella Vista, in der er Empfänge gab. Während seiner Abwesenheit verwaltete sein Onkel, Otto Schulte, ehemaliger Generalmajor, vorbildlich das Gut auf Burgsittensen.

Seine drei Töchter und sein Sohn bekamen eine hervorragende Ausbildung. Zwei der Mädchen wurden Hofdamen und wurden standesgemäß verheiratet. Eine Tochter, Auguste, war eine anerkannte Porträtmalerin, bekam bei Hofe Aufträge und blieb unverheiratet. Der Sohn Alexander beendete seine militärische Laufbahn als Major . Nach dem Austritt aus der Armee besetzte er verschiedene Ämter in der Verwaltung. Nach dem Tod seines Vaters Caspar Detlev verwaltete er als Erbherr seine Güter und trat in Hannover in die Dienste des Kammerherrn. Dort entwickelte er einen leichten Lebensstil und war bald hoch verschuldet und verarmt. Über den Verbleib des letzten Herrn auf Burgsittensen, Alexander Theodor Baron von Schulte, ist nichts bekannt.