Der Obstgarten

Der Obstgarten

und Pferdewiesen

Der Obstgarten lag südlich des Gutes, östlich der Pferdewiesen. Zweihundert Bäume, vornehmlich Kernobst, wurden nach einem durchdachten Plan angelegt. Durch die Anordnung und Zusammenstellung der Bäume wurde der Obstgarten 1803 gestalterisch aufgewertet:
14 Kirschbäume
27 Birnbäume
135 Apfelbäume
40 Zwetschen- und Pflaumenbäume.

Auf diesen Garten wurden jährlich an die 40 Fuder Dung gerechnet, auch wurde die Jauche aus der Mistgrube zur Düngung gebraucht. Das Obst kam in den Keller oder zum Trocknen auf den Hausboden. Bei großem Vorrat wurde des Sonntags Obst in die benachbarten Kirchdörfer gefahren, der Überschuss aller Gartenfrüchte verkauft. Doch schien es vorteilhafter, ihn zu verfüttern.

Da in hiesiger Gegend sonst kein Obstanbau stattfand, das Volk die Früchte jedoch sehr liebte, stibitzte es das Obst von den Bäumen. Dabei wurden ganze Äste abgebrochen und die Bäume vernichtet. Der Obstanbau in dieser Form war der Beginn der heutigen Obstanbaugebiete.