Der Garten

Der Garten

Verwunschen

Seit 1707 führt eine von Linden begrenzte Allee als gepflasterte Zuwegung (Steindamm) zum Gut.

Zwei Jahre später, der Ritterschaftspräsident Alexander von Schulte war derzeitiger Herr auf Burgsittensen, wurde der breite Wassergraben angelegt. Zum Schutz des Gutes führte darüber eine hölzerne Zugbrücke, die am Abend hochgezogen und mit Beginn der Tagesarbeit der Bediensteten nach Sonnenaufgang herabgelassen wurde.

War der Burggraben im Winter zugefroren, so hielten Knechte des Nachts abwechselnd Wacht. Die Zeiten waren unsicher, allerhand Gesindel streunte durch die Gegend und Kriege zerstörten immer wieder den inneren Frieden des Landes.

Freiherr Caspar von Schulte war sehr darauf bedacht, das Gut Burgsittensen 1805 zu einem Mustergut umzugestalten, wobei er von dem Gartenbauarchitekten Christian Schaumburg aus Hannover beraten wurde. Der innere Garten wurde neu angelegt und in einen Landschaftsgarten umgestaltet. Die barocken Gärten verschwanden und um das Haus wurde eine in einfacher landschaftlicher Form gehaltene Anlage konzipiert.

Gemüsebeete von respektabler Größe wurden von Obstbaumalleen eingefasst. Der Beet- und Blumengarten lag hinter dem Haus, von der Küche bequem zu erreichen. Sämereien hierfür wurden vom Gartenmeister Heinrich Ohm in Celle bezogen.

Im Haushaltsbuch war vom Verwalter festgehalten, welche Arbeiten im Garten durchgeführt wurden.

Den Garten bewirtschafteten:
„ein gelehrter Gärtner aus Hannover“, „drei Häuslinge“, und „etliche Weiber waren die Arbeiter“.

Zwei Jahrzehnte später wurden die steifen Anlagen verdrängt und durch englische oder Naturanlagen ersetzt.

Die Form des Landschaftsgarten ist auch heute noch gut erkennbar. Zusätzlich krönt eine Statue aus Sandstein, die Jagdgöttin Diana darstellend, den Park. Die eisernen Adler standen einstmals auf dem Gesims des Hauses. Es war als einstöckiges Jagdschloss erbaut und in späteren Jahren aufgestockt worden.